Reflexionsformat aus der agilen Welt, längst etabliert in allen Teams. Klassisch in 5 Phasen: Stimmung, Daten sammeln, Erkenntnisse, Maßnahmen, Abschluss. Beliebte Formate: Starfish, Sailboat, Mad–Sad–Glad. Lebt davon, dass psychologische Sicherheit besteht und Maßnahmen wirklich umgesetzt werden.
Schritt für Schritt
5 Phasen · ca. 55 Minuten
01
5 min
5 min
Set the Stage
Ankommen, Stimmung abfragen (z. B. ROTI, Wetterkarte). Spielregeln klar machen.
02
15 min
15 min
Daten sammeln
Was ist passiert? Zeitstrahl oder Format (Starfish, Mad/Sad/Glad).
03
15 min
15 min
Erkenntnisse generieren
Muster suchen, „5x Warum“, dotmocracy für Themen.
04
15 min
15 min
Maßnahmen ableiten
Konkret, verbindlich, mit Verantwortlichen und Datum.
05
5 min
5 min
Check-out
Wie ist es uns ergangen? Was machen wir nächstes Mal anders an der Retro selbst?
Tipps aus der Praxis
Format alle 2–3 Retros variieren, sonst Routine.
Maßnahmen begrenzen: max. 2–3, sonst kommt nichts an.
Stimmungsabfrage am Anfang nie auslassen, sie öffnet den Raum.
Vorsicht
Wann nicht geeignet: Wenn das Team gerade in offenem Konflikt steht, dann erst Mediation.
Retrospektive eignet sich vor allem für Informationsvermittlung und Problemlösung und Entscheidungshilfe. Reflexionsformat aus der agilen Welt, längst etabliert in allen Teams. Klassisch in 5 Phasen: Stimmung, Daten sammeln, Erkenntnisse, Maßnahmen, Abschluss. Beliebte Formate: Starfish, Sailboat, Mad–Sad–Glad. Lebt davon, dass psychologische Sicherheit besteht und Maßnahmen wirklich umgesetzt werden.
Wie lange dauert Retrospektive?+–
Der reine Ablauf umfasst 55 Minuten über 5 Phasen. Plane zusätzlich Puffer für Einstieg und Überleitung ein — realistisch also kurz (< 2h).
Für wie viele Teilnehmende ist Retrospektive geeignet?+–
Die Methode funktioniert bei gering (< 4) oder mittel (5–10) Teilnehmenden am besten. Bei größeren Gruppen empfiehlt sich eine Aufteilung in Untergruppen.
Funktioniert Retrospektive auch online?+–
Ja. Retrospektive lässt sich in Präsenz, online, hybrid durchführen. Bewährt haben sich Miro, Mural, FigJam. Wichtig sind ein sichtbarer Timer und klar zugewiesene Arbeitsbereiche.
Welches Material brauche ich für Retrospektive?+–
Vor Ort: Post-its, Stifte, Flipchart. Online: Miro, Mural, FigJam. Mehr braucht es nicht — die Methode lebt von der Moderation, nicht vom Material.
Wann sollte ich Retrospektive nicht einsetzen?+–
Wenn das Team gerade in offenem Konflikt steht, dann erst Mediation.
Wie viel Moderationserfahrung braucht Retrospektive?+–
Wenig. Retrospektive lässt sich auch ohne Moderationserfahrung durchführen — halte dich an den Ablauf und achte auf Zeit.