METHODENHELD Workshop-Methoden, die wirken.
05

Open Space

Teilnehmende setzen die Agenda selbst, radikal partizipativ.

4,7 · 96 Bewertungen 2 Min. Lesezeit

Selbstorganisierte Großgruppenmethode: zu einem übergeordneten Rahmenthema schlagen Teilnehmende eigene Sessions vor, die parallel in mehreren Räumen stattfinden. Mit dem „Gesetz der zwei Füße“ darf jede:r jederzeit den Raum wechseln. Erzeugt enorme Energie, wenn ein echtes Anliegen alle bewegt, aber kein Werkzeug für Top-down-Agenden.

Schritt für Schritt

5 Phasen · ca. 125 Minuten
01
20 min
20 min

Eröffnungskreis

Rahmenthema vorstellen, Prinzipien & Gesetz der zwei Füße erklären, Agenda-Marktplatz vorbereiten.

02
30 min
30 min

Agenda-Marktplatz

Teilnehmende schreiben Sessions auf Karten, stellen sie vor, hängen sie ins Zeit-Raster.

03
3–6 h
3–6 h

Sessions

Mehrere parallele Slots à 60–90 min. Pro Session ein:e Anstoßgeber:in, frei zugängliche Räume.

04
45 min
45 min

Marktplatz der Ergebnisse

Jede Session dokumentiert Kernergebnisse, Galerie für alle.

05
30 min
30 min

Konvergenz & nächste Schritte

Plenum priorisiert, klärt Verantwortlichkeiten, vereinbart Folgetermine.

Tipps aus der Praxis

  • Mindestens 1 Tag einplanen, kürzer entfaltet sich die Dynamik nicht.
  • Auftraggeber:innen müssen Ergebnisoffenheit aushalten. Sonst Frust auf allen Seiten.
  • Sehr gute Vorbereitung der Räume und Schilder zahlt sich aus.

Vorsicht

Wann nicht geeignet: Wenn Ergebnisse bereits feststehen oder Zeit knapp ist, dann Pseudo-Partizipation.

Erfahrungen aus der Community

4,7
96 Bewertungen von Moderator:innen
MD
Maren D.OE-Beraterin

Wenn die Bedingungen stimmen, eine der wirkungsvollsten Methoden überhaupt.

FW
Felix W.Geschäftsführer

Anstrengend vorzubereiten, aber das Ergebnis-Commitment ist konkurrenzlos.

Häufige Fragen zu Open Space

Wofür eignet sich Open Space?+
Open Space eignet sich vor allem für Problemlösung und Konzeptentwicklung. Selbstorganisierte Großgruppenmethode: zu einem übergeordneten Rahmenthema schlagen Teilnehmende eigene Sessions vor, die parallel in mehreren Räumen stattfinden. Mit dem „Gesetz der zwei Füße“ darf jede:r jederzeit den Raum wechseln. Erzeugt enorme Energie, wenn ein echtes Anliegen alle bewegt, aber kein Werkzeug für Top-down-Agenden.
Wie lange dauert Open Space?+
Der reine Ablauf umfasst 125 Minuten über 5 Phasen. Plane zusätzlich Puffer für Einstieg und Überleitung ein — realistisch also lang (> 1 Tag).
Für wie viele Teilnehmende ist Open Space geeignet?+
Die Methode funktioniert bei hoch (> 10) Teilnehmenden am besten. Auch Großgruppen sind möglich, brauchen aber klare Moderation und mehr Raum.
Funktioniert Open Space auch online?+
Open Space ist auf in Präsenz, hybrid ausgelegt und lässt sich digital nur eingeschränkt abbilden. Für Remote-Settings eignen sich Alternativen aus dem Bereich „verwandte Methoden“ besser.
Welches Material brauche ich für Open Space?+
Vor Ort: Flipchart, Stifte, Raum/Stuhlkreis, Moderationskarten. Online: Miro, Mural, Zoom. Mehr braucht es nicht — die Methode lebt von der Moderation, nicht vom Material.
Wann sollte ich Open Space nicht einsetzen?+
Wenn Ergebnisse bereits feststehen oder Zeit knapp ist, dann Pseudo-Partizipation.
Wie viel Moderationserfahrung braucht Open Space?+
Deutlich. Open Space setzt Erfahrung in Großgruppen- bzw. Prozessmoderation voraus. Ohne Übung besteht das Risiko, dass die Struktur zerfällt.

Verwandte Begriffe

Open SpaceOpen Space AnleitungOpen Space AblaufOpen Space WorkshopWorkshopmethodeModerationsmethodeMethode ProblemlösungMethode KonzeptentwicklungWorkshop HauptteilGroßgruppenmethodeOrganisationsentwicklungTeamworkshop
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