METHODENHELD Workshop-Methoden, die wirken.
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After Action Review

Vier Fragen für den ehrlichen Rückblick: geplant, passiert, warum, was nehmen wir mit?

4,3 · 58 Bewertungen 2 Min. Lesezeit

Kompaktes Reflexionsformat aus dem Einsatz-Kontext (ursprünglich US Army). Direkt nach Projekt, Sprint oder Veranstaltung wird strukturiert zurückgeschaut: Was war beabsichtigt? Was ist tatsächlich passiert? Warum die Unterschiede? Was behalten oder ändern wir? Kürzer und faktenorientierter als eine klassische Retrospektive, ideal für schnelle Lernschleifen.

Schritt für Schritt

5 Phasen · ca. 35 Minuten
01
3 min
3 min

Rahmen & Regeln

Kein Schuldzuweisen, keine Rangordnung. Ziel ist Lernen, nicht Bewerten. Zeitfenster ansagen.

02
7 min
7 min

Was war geplant?

Gemeinsames Bild der ursprünglichen Absicht und Erwartung herstellen.

03
10 min
10 min

Was ist passiert?

Fakten sammeln, was lief tatsächlich, ohne Interpretation. Erst beobachten, dann deuten.

04
10 min
10 min

Warum die Unterschiede?

Ursachen für Abweichungen (positiv wie negativ) benennen. Muster suchen, nicht Einzelfälle.

05
5 min
5 min

Was nehmen wir mit?

1–3 konkrete Erkenntnisse, die beim nächsten Mal wirken. Sichtbar festhalten.

Tipps aus der Praxis

  • Direkt nach dem Ereignis durchführen, nach zwei Wochen ist die Erinnerung diffus.
  • Bei der Warum-Frage nicht bei der ersten Antwort stehen bleiben, ruhig zweimal nachhaken.
  • Auch nach Erfolgen machen: Warum lief es gut? ist oft wertvoller als das Postmortem nach Fehlern.

Vorsicht

Wann nicht geeignet: Tief sitzende zwischenmenschliche Konflikte, die brauchen mehr Raum als das faktenorientierte AAR bietet.

Erfahrungen aus der Community

4,3
58 Bewertungen von Moderator:innen
DH
Dirk H.Projektleiter

Zwanzig Minuten, echtes Lernen. Passt in jeden Sprint- oder Projektabschluss.

SP
Sara P.Scrum Master

Faktendisziplin ist der Schlüssel, sonst rutscht es doch in Rechtfertigungen ab.

Häufige Fragen zu After Action Review

Wofür eignet sich After Action Review?+
After Action Review eignet sich vor allem für Informationsvermittlung und Konzeptentwicklung. Kompaktes Reflexionsformat aus dem Einsatz-Kontext (ursprünglich US Army). Direkt nach Projekt, Sprint oder Veranstaltung wird strukturiert zurückgeschaut: Was war beabsichtigt? Was ist tatsächlich passiert? Warum die Unterschiede? Was behalten oder ändern wir? Kürzer und faktenorientierter als eine klassische Retrospektive, ideal für schnelle Lernschleifen.
Wie lange dauert After Action Review?+
Der reine Ablauf umfasst 35 Minuten über 5 Phasen. Plane zusätzlich Puffer für Einstieg und Überleitung ein — realistisch also kurz (< 2h).
Für wie viele Teilnehmende ist After Action Review geeignet?+
Die Methode funktioniert bei gering (< 4) oder mittel (5–10) Teilnehmenden am besten. Bei größeren Gruppen empfiehlt sich eine Aufteilung in Untergruppen.
Funktioniert After Action Review auch online?+
Ja. After Action Review lässt sich in Präsenz, online, hybrid durchführen. Bewährt haben sich Miro, Mural. Wichtig sind ein sichtbarer Timer und klar zugewiesene Arbeitsbereiche.
Welches Material brauche ich für After Action Review?+
Vor Ort: Flipchart, Stifte. Online: Miro, Mural. Mehr braucht es nicht — die Methode lebt von der Moderation, nicht vom Material.
Wann sollte ich After Action Review nicht einsetzen?+
Tief sitzende zwischenmenschliche Konflikte, die brauchen mehr Raum als das faktenorientierte AAR bietet.
Wie viel Moderationserfahrung braucht After Action Review?+
Wenig. After Action Review lässt sich auch ohne Moderationserfahrung durchführen — halte dich an den Ablauf und achte auf Zeit.

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