Reflexionsformat zu typischen Reaktionsmustern im Konflikt: durchsetzen, nachgeben, vermeiden, Kompromiss suchen, zusammenarbeiten. Teilnehmende erkennen ihr Standardmuster, verstehen dessen Stärken und Kosten und üben, situativ bewusst zu wählen statt automatisch zu reagieren. Grundlage für eine konstruktivere Konfliktkultur im Team.
Schritt für Schritt
4 Phasen · ca. 45 Minuten
01
8 min
8 min
Fünf Muster einführen
Durchsetzen, Nachgeben, Vermeiden, Kompromiss, Zusammenarbeit, je nach Balance von Eigen- und Beziehungsinteresse. Kurz und wertfrei vorstellen.
02
10 min
10 min
Selbstverortung
Jede:r ordnet für eine reale Konfliktsituation das eigene Standardmuster zu. Still, für sich.
03
15 min
15 min
Stärken & Kosten
In Paaren: Was bringt mein Muster, was kostet es? Wann war es hilfreich, wann hinderlich?
04
12 min
12 min
Bewusst wählen
Für eine anstehende Situation überlegen: Welches Muster wäre hier angemessener? Ein konkreter Vorsatz.
Tipps aus der Praxis
Betonen, dass kein Muster grundsätzlich besser ist. Es kommt auf die Situation an. Das nimmt Bewertungsdruck.
Mit einem harmlosen Alltagsbeispiel starten, bevor es an echte Team-Konflikte geht.
Gut kombinierbar mit einer Übung zu aktivem Zuhören als nächstem Schritt.
Vorsicht
Wann nicht geeignet: Akute, eskalierte Konflikte zwischen Anwesenden, die brauchen Mediation, keine Selbstreflexions-Übung.
Erfahrungen aus der Community
4,2
47 Bewertungen von Moderator:innen
PM
Petra M.Mediatorin
Macht Muster begreifbar, ohne zu etikettieren. Guter Einstieg in Konfliktarbeit.
JR
Jens R.HR-Business-Partner
Funktioniert in Teams, die schon etwas Vertrauen haben. In frischen Runden eher zu nah.
Häufige Fragen zu Konflikt-Reaktionen
Wofür eignet sich Konflikt-Reaktionen?+–
Konflikt-Reaktionen eignet sich vor allem für Konfliktlösung und Informationsvermittlung. Reflexionsformat zu typischen Reaktionsmustern im Konflikt: durchsetzen, nachgeben, vermeiden, Kompromiss suchen, zusammenarbeiten. Teilnehmende erkennen ihr Standardmuster, verstehen dessen Stärken und Kosten und üben, situativ bewusst zu wählen statt automatisch zu reagieren. Grundlage für eine konstruktivere Konfliktkultur im Team.
Wie lange dauert Konflikt-Reaktionen?+–
Der reine Ablauf umfasst 45 Minuten über 4 Phasen. Plane zusätzlich Puffer für Einstieg und Überleitung ein — realistisch also mittel (2–8h).
Für wie viele Teilnehmende ist Konflikt-Reaktionen geeignet?+–
Die Methode funktioniert bei gering (< 4) oder mittel (5–10) Teilnehmenden am besten. Bei größeren Gruppen empfiehlt sich eine Aufteilung in Untergruppen.
Funktioniert Konflikt-Reaktionen auch online?+–
Ja. Konflikt-Reaktionen lässt sich in Präsenz, online, hybrid durchführen. Bewährt haben sich Miro, Mural. Wichtig sind ein sichtbarer Timer und klar zugewiesene Arbeitsbereiche.
Welches Material brauche ich für Konflikt-Reaktionen?+–
Vor Ort: Moderationskarten, Stifte, Flipchart. Online: Miro, Mural. Mehr braucht es nicht — die Methode lebt von der Moderation, nicht vom Material.
Wann sollte ich Konflikt-Reaktionen nicht einsetzen?+–
Akute, eskalierte Konflikte zwischen Anwesenden, die brauchen Mediation, keine Selbstreflexions-Übung.
Wie viel Moderationserfahrung braucht Konflikt-Reaktionen?+–
Etwas Übung hilft. Konflikt-Reaktionen verlangt sichere Prozessführung und die Bereitschaft, Diskussionen zu unterbrechen und wieder zu bündeln.