Übungsformat für echtes Zuhören. In Dreiergruppen wechseln die Teilnehmenden zwischen Sprechen, Zuhören und Beobachten. Die zuhörende Person übt, ohne zu bewerten oder zu lösen: spiegeln, nachfragen, zusammenfassen. Die Übung macht spürbar, wie selten wir wirklich zuhören und wie viel Wirkung es entfaltet, wenn wir es tun.
Schritt für Schritt
5 Phasen · ca. 30 Minuten
01
5 min
5 min
Rollen & Auftrag
Dreiergruppen bilden: Sprecher:in, Zuhörer:in, Beobachter:in. Die zuhörende Person spiegelt und fragt nach, statt zu antworten.
02
5 min
5 min
Erste Runde
Sprecher:in erzählt zu einem Thema. Zuhörer:in fasst zwischendurch zusammen und fragt offen nach.
03
3 min
3 min
Beobachtung teilen
Beobachter:in schildert, was gutes Zuhören sichtbar gemacht hat und wo es kippte.
04
10 min
10 min
Rollen wechseln
Zwei weitere Runden, damit jede Person einmal in jeder Rolle war.
05
7 min
7 min
Auswerten
Im Plenum: Was war schwer am reinen Zuhören? Was nehmen wir für echte Gespräche mit?
Tipps aus der Praxis
Vorab klar sagen: Nicht bewerten, nicht lösen, nicht von sich erzählen. Nur verstehen.
Ein leicht persönliches, aber nicht heikles Thema wählen, damit echtes Zuhören gebraucht wird.
Die Beobachter-Rolle ernst nehmen. Ihr Feedback ist oft der stärkste Lernmoment.
Vorsicht
Wann nicht geeignet: Reine Faktenabstimmungen, bei denen es um schnelle Information und nicht um Verstehen geht.
Erfahrungen aus der Community
4,7
54 Bewertungen von Moderator:innen
FD
Franziska D.Kommunikationstrainerin
Der Aha-Moment, wie schwer reines Zuhören ist, wirkt bei fast allen sofort.
MB
Michael B.Führungskraft
Kurz und einprägsam. Die Beobachter-Rückmeldung macht den Unterschied.
Häufige Fragen zu Aktives Zuhören
Wofür eignet sich Aktives Zuhören?+–
Aktives Zuhören eignet sich vor allem für Informationsvermittlung und Konfliktlösung. Übungsformat für echtes Zuhören. In Dreiergruppen wechseln die Teilnehmenden zwischen Sprechen, Zuhören und Beobachten. Die zuhörende Person übt, ohne zu bewerten oder zu lösen: spiegeln, nachfragen, zusammenfassen. Die Übung macht spürbar, wie selten wir wirklich zuhören und wie viel Wirkung es entfaltet, wenn wir es tun.
Wie lange dauert Aktives Zuhören?+–
Der reine Ablauf umfasst 30 Minuten über 5 Phasen. Plane zusätzlich Puffer für Einstieg und Überleitung ein — realistisch also kurz (< 2h).
Für wie viele Teilnehmende ist Aktives Zuhören geeignet?+–
Die Methode funktioniert bei gering (< 4) oder mittel (5–10) Teilnehmenden am besten. Bei größeren Gruppen empfiehlt sich eine Aufteilung in Untergruppen.
Funktioniert Aktives Zuhören auch online?+–
Ja. Aktives Zuhören lässt sich in Präsenz, online, hybrid durchführen. Bewährt haben sich Zoom, MS Teams. Wichtig sind ein sichtbarer Timer und klar zugewiesene Arbeitsbereiche.
Welches Material brauche ich für Aktives Zuhören?+–
Vor Ort: Stifte, Moderationskarten. Online: Zoom, MS Teams. Mehr braucht es nicht — die Methode lebt von der Moderation, nicht vom Material.
Wann sollte ich Aktives Zuhören nicht einsetzen?+–
Reine Faktenabstimmungen, bei denen es um schnelle Information und nicht um Verstehen geht.
Wie viel Moderationserfahrung braucht Aktives Zuhören?+–
Wenig. Aktives Zuhören lässt sich auch ohne Moderationserfahrung durchführen — halte dich an den Ablauf und achte auf Zeit.